Geburtsbericht unserer G-Babies
Sonntag 07.03.2010
Nachdem die Eröffnugsphase schon den ganzen Tag angedauert hat, was ja nichts Ungewöhnliches ist, entschloss sich Rösli um 18:00h in die Austreibungsphase überzugehen.
Anstelle des nervösen herumwandeln, des ewigen Scharrens und dem ständig zum pinkeln müssen, sass Rösli nun relativ ruhig da und hechelte wie wahnsinnig.
Futter verweigerte sie ja schon seid Mittag und so begnügte ich mich damit, Rösli immer wieder ihr Wasserschälchen hinzugeben.
Ich bekam schon einen riesigen Durst vom zusehen bei dem Gehechel
Die sichtbaren Presswehen, erfolgten Anfangs in Abständen von ca. 5 Min. je zwei bis drei mal. Zwischen 18:30 und 19:00 wurden die Intervalle kürzer und die Anzahl Wehen und derer Intensität zunehmend stärker. Das Fruchtwasser ging ab, doch ansonsten tat sich noch nicht viel..
Beruhigend auf Rösli einredend, tastete ich an ihrem Bauch, zwischen den Hinterschenkeln, ob schon ein Welpe wenigstens Richtung Geburtskanal unterwegs war.
Immer wieder versuchte ich vorsichtig ihre Scheide zu kontrollieren. Doch dies wies Rösli ziemlich vehement zurück. Gut war ich diesbezüglich schon vorgewarnt worden.
Als um 19:15 die Wehen beinahe anhaltend waren und Rösli sich sichtlich anstrengte und immer noch keine Fruchtblase sichtbar wurde, stellte ich Rösli auf die Beine, stütze Sie mit dem linken Arm unter dem Bauch und mit der Rechten, ertastete ich den Geburtskanal.
Die Fruchtblase war schon am Scheidenausgang und dahinter, konnte ich ein Köpfchen ertasten. Was heisst da Köpfchen!!!!!!!!! Ich fühlte schon, dass könnte im wahrsten Sinne eng werden. Rösli liess mich nun wenigstens Helfen. Ich half bei jeder Presswehe so gut es ging, denn es bereitete Rösli sichtlich Mühe und sie schrie wie am Spiess.
Endlich war das Köpfchen draussen, bei der nächsten Serie Presswehen, flutschte auch der Rest des Babies raus. Sofort öffnete ich die Eihaut und befreite mit einer Gazewindel das Mäulchen vom Schleim. Rösli leckte hingebungsvoll ihr Kind und ich rubbelte Nacken und Rücken der Kleinen. Danach wurde sie mittels Klemme und Schere abgenabelt und zur Milchquelle gebracht. Brauchte gar nicht viel helfen, die Kleine dogte in Windeseile an und liess sich auch von Mamas Waschzwang nicht abbringen, sich dort wieder los zu eisen.
Nun gönnten wir uns eine Pause, Rösli war glücklich mit ihrem Riesenbaby, dass immerhin stolze 193g auf die Waage brachte.
Nun der Weg war nun geebnet fürs zweite Kind, dies sollte eigentlich etwas müheloser nachkommen und vermutlich würde es ja nicht noch so ein Brummer werden.
Doch weit gefehlt.
Um 20.45h platzte nach einigen Presswehen die Fruchtblase, doch dann ging nichts mehr. Rösli schien keine richtigen Presswehen mehr zu entwickeln und ich überlegte mir, sie homö. zu unterstützen. Vorerst gab ich ihr aber nur Glukose und wartete noch einmal ab. Bei den nächsten Wehen stellte ich Rösli wieder auf die Beine, wie schon gehabt und ertastete den Geburtskanal. Weit hinten spürte ich wiederum einen Kopf. Ich meinte zu Andy, der zwischenzeitlich auch eingetrudelt war………..der Kopf ist gigantisch. Nun versuchte ich mittels Scheidendeckenmassage die Wehen etwas zu fördern und half bei jedem Pressen mit der anderen Hand unter dem Bauch von aussen etwas mit. Endlich passierte der Kopf den Scheidenausgang. Rösli schrie entsetzlich und versuchte zu flüchten. Nun musste Andy mit anpacken. Ich stütze Röslis Kopf und Körper und gab Andy immer Bescheid, wenn Rösli wieder presste. Ich redete so beruhigend wie möglich auf Rösli ein und erzählte ihr wie hübsch ihr Baby wohl sein wird.
Doch wie ich aus eigener Erfahrung weiss, interessiert Frau des kaum in diesem Moment.
Andy zog auf mein Kommando hin und drehte das Köpfchen sachte etwas hin und her. Bei der übernächsten Serie von Wehen, flutschte dann noch der Rest des Welpen heraus.
Rösli und ich waren sichtlich erleichtert

und machten den Rest in Teamarbeit wie bei Welpe Nr.1. Die Waage zeigte dann klar, es geht noch Grösser
Nun kam der Zeitpunkt wo ich mich fragte, ob es wirklich so ein grosser Wurf werden würde, oder ob da nur noch ein Riesenbaby auf seinen Auftritt wartet.
Röslis Bauch fühlte sich schon ziemlich leer an.
Als auch der zweite Welpe angedogt war, entspannte sich Rösli, trank etwas Welpenmilch mit ein paar Tropfen Glukose und schlief etwas. Andy und ich liessen sie für ca. 10 Min. allein. Dann ging ich zurück und legte mich neben die Wurfkiste. Gut steht die gerade vor meinem Bett
Rösli zeigte schon bald wieder Wehen, doch weit aus nicht mehr so intensiv wie vorhin. Ich liess sie gewähren bis Sie sich wieder aufsetzte um stärker zu Pressen.
Schon blad ging Fruchtwasser ab und ich schaute mal nach, ob schon ein Welpe im Anmarsch war. Ich konnte wieder ganz weit hinten ein Köpfchen spüren.
Puah, schon der dritte in Folge in Kopflage…….schön!!!
Doch Röslis Wehenstärke reichte nicht mehr aus, den Kleinen nach hinten zu befördern.
Ich gab ihr ein homöo. Mittel das die Wehentätigkeit wieder verstärken sollte und liess Rösli wieder etwas ruhen. Als die Wehen wieder sichtbar stärker wurden, folgte die gleiche Prozedur wie bei den ersten Beiden. Bald war das Köpfchen heraussen, doch Rösli verliessen wohl ihre Kräfte, sie zeigte nun mehr keinerlei Presswehen mehr. Im Normalfall noch kein Grund zur Sorge. Hündin etwas ausruhen lassen und weiter. Doch die Eihaut war zerrissen und ich sagte Andy, der Kleine muss nun irgendwie raus.
Ich folgte dem Rat einer Züchterkollegin und nahm Röslis Vorderbeine auf meine Oberschenkel, Andy sah nach ob sich hinten was tut und ich versuchte mit abwärtsstreichen an Röslis Bauch und viel gutem Zureden, Röslis Wehen wieder anzuregen.
Ich fühlte ein schwaches Pressen und gab an Andy ein ziemlich zackiges ’JETZT’ weiter.
Ich war schon etwas nervös geworden und dachte einfach, der Kleine muss raus.
Von Andy kam das erlösende ’Er isch dussä!!!’Es war geschafft!!!!!Welch Erleichterung.
Er oder besser Sie hatte etwas Fruchtwasser respiriert und war schon blau.
Also keine Zeit für Liebkosungen der Mama. Ich rubbelte der kleinen energisch den Nacken, öffnete das Mäulchen und machte auch das Näschen sauber. Nebenher nabelte Andy ab.
Die Kleine wurde in eine Gazewindel gepackt, zwischen beide Handflächen genommen, mit den Daumen Nacken und Kopf gestützt und dann kräftig kopfunter geschwungen. 'Hört sich ziemlich abenteuerlich an und wurde uns genaustens vom TA gezeigt und beigebracht'
Ihr glaubt gar nicht, wieviel Flüssigkeit da rauskam. Ich nahm die Kleine dicht an mein Ohr um zu hören, wie die Atmung sich nun anhört. Mittlerweile war sie auch schon schön rosig geworden und quiekte und wand sich. Es rasselte noch etwas beim Atmen, so nahm ich ihr Köpfchen, Mund und Nase in meinen Mund und saugte
gaaaaanz sanft.
So nun durfte auch Welpe Nr.3 der um 21.45h geboren wurde, zu Mama und Schwestern und reihte sich schön an der Milchbar ein.
Typisch Mädel, brauchten alle Drei kaum Hilfestellung beim ansaugen
Rösli bekam noch ihr homöo. Mittel für die Versäuberung und Rückbildung der Gebärmutter und dann gabs für (fast)Alle neh Runde Schlaf. Wer mich kennt, weiss wer nicht schlafen konnte.
Ich war mir ziemlich sicher, dass nun die Geburt zu Ende war. Rösli fühlte sich nach mehrmaligem abtasten in verschiedenen Lagen definitiv leer an.
Um ca. 3:00h nachts fing Rösli noch mal an zu hächeln und nach kurzem pressen, brachte sie noch eine beinah vergessene Nachgeburt.
Ein letztes mal für diese Nacht wurde noch einmal das Bettzeug in der Wurfkiste erneuert, dann kehrte einigermassen Ruhe ein.
Ja ja, mal abgesehen, dass wir es wohl wieder einmal mit quiekfreudigen Mädels, man erinnere sich an die Dreamgirls, zu tun bekommen, phuu *malohropaxsuch.
